15.02.11 Wuppertal: ZDF info sendet Film über Projekt "Bärenstark"
ZDF info sendet am Samstag, den 26. 02.2011 um 6.45 Uhr und um 9.15 einen Film über das Projekt "Bärenstark" des Blauen Kreuzes Wuppertal.
ZDF info sendet am Samstag, den 26. 02.2011 um 6.45 Uhr und um 9.15 einen Film über das Projekt "Bärenstark" des Blauen Kreuzes Wuppertal.
„Vergessenen Kindern eine Stimme geben." Unter diesem Motto beteiligen sich zahlreiche Initiativen und Hilfeprojekte an der zweiten bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien. Zwischen dem 13. und 19. Februar werden in 22 deutschen Städten über 40 Veranstaltungen zum Thema Kinder aus Suchtfamilien stattfinden. Das Angebot reicht von Vortragsveranstaltungen über Fachtagungen, Tage der offenen Tür und Beratungssprechstunden bis hin zu Theater- und Kinovorstellungen oder Lesenachmittagen für Kinder. Programminfos hier
Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien hat zum Ziel, die Aufmerksamkeit in Öffentlichkeit und Medien auf diese besondere Gruppe von Kindern zu lenken und Informationen zu vermitteln, damit sie in Kindergärten, Schulen, Kinderarztpraxen oder Jugendfreizeiteinrichtungen bestmöglich unterstützt werden.
Hinter dieses Anliegen hat sich u. a. die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gestellt, indem sie ihre Mitgliedsgemeinden dazu aufruft, in den Gottesdiensten für Kinder suchtkranker Eltern eine Fürbitte zu halten. Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung unterstützt die Aktionswoche, indem sie Poster an Berliner Schulen verschickt, die in den Lehrerzimmern ausgehängt werden sollen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin unterstützt die Aktionswoche ebenfalls.
Ca. 2,6 Millionen Kinder unter 18 Jahren leben in Deutschland mit suchtkranken Eltern zusammen, die meisten davon mit Alkoholkranken. Sie sind die größte Sucht-Risikogruppe und tragen zahlreiche weitere Gesundheitsrisiken. Mit der richtigen Art von Unterstützung können sich Kinder suchtkranker Eltern dennoch oft gesund entwickeln. Die Aktionswoche will dazu beitragen, die Chancen zu verbessern, dass betroffene Kinder die notwendige Unterstützung erhalten.
Initiatoren sind die drei Vereine "Kunst gegen Sucht" (Düsseldorf), "NACOA Deutschland" (Berlin) und "Such(t)- und Wendepunkt" (Hamburg). Jeder/Jede, dem/der das Thema Kinder aus Suchtfamilien wichtig ist, ist eingeladen, sich mit Briefaktionen oder dem Verteilen von Informationsmaterialien an der Aktionswoche zu beteiligen. Ideen dazu werden auf der zentralen Website www.coa-aktionswoche.de vorgestellt.
Die Aktionswoche läuft parallel zur Children of Alcoholics Week in den USA und in Großbritannien. Sie steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Schauspielerin Katrin Sass. Die Aktionswoche wird unterstützt von der Barmer GEK und den VZ Netzwerken (studiVZ, meinVZ).
Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) hat gemeinsam mit Techniker Krankenkasse drei Fotostorys veröffentlicht, die dabei helfen, Hemmschwellen zu überwinden und Hilfe in Anspruch zu nehmen.Die Fotostorys entstanden mit Unterstützung und fachlicher Beratung von Drachenherz, einem Arbeitszweig der Suchtberatungsstelle Marburg des Blauen Kreuzes in Deutschland. In den Fotostorys werden Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren altersgerecht angesprochen.
Download hier
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Regierungen zu einem entschiedeneren Vorgehen gegen Alkoholmissbrauch aufgerufen. Den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums fallen jährlich rund 2,5 Millionen Menschen zum Opfer, wie aus einem Freitag veröffentlichten Bericht der in Genf ansässigen UN-Organisation hervorgeht. Das entspreche rund vier Prozent aller Todesfälle weltweit.
Demnach sind Männer besonders betroffen. Bei ihnen sei Alkoholmissbrauch für sechs Prozent aller Todesfälle verantwortlich, bei Frauen seien es lediglich über ein Prozent.
Fast einer von zehn jungen Menschen im Alter von 15 bis 29 – etwa 320.000 Menschen jährlich – sterbe an den Folgen von Alkoholmissbrauch, hieß es weiter.
Die WHO empfahl Regierungen in ihrem Bericht, Steuern auf alkoholische Getränke anzuheben und deren Verkauf zu beschränken. Außerdem sollten Programme zur Suchtprävention und Behandlung gefördert und Alkoholwerbung teilweise verboten werden.
Seit Oktober 2009 wurden der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen von den ausgebildeten TrainerInnen der Fachstellen für Suchtprävention des Curriculums »Kinder aus suchtbelasteten Familien« in Hessen die Umsetzung von neun regionalen Fortbildungsangeboten zurückgemeldet. Die Befragung der Teilnehmenden wurde mit einer Fragebogenerhebung von den jeweiligen TrainerInnen durchgeführt. Inhaltlich konnten, neben den Angaben zur Person und Beruf, freiwillige Angaben zu Inhalt und deren Vermittlung, Aufbau der Fortbildung, Themenrelevanz und Umsetzung der Bausteine und Effektivität für die praktische Arbeit gemacht werden.
Die Schulungen wurden in folgenden Regionen durchgeführt: Main-Kinzig-Kreis, Main-Taunus-Kreis, Kreis Bergstraße, Stadt Frankfurt, Rheingau-Taunus-Kreis und Landkreis Offenbach.
Die Auswertungsergebnisse belegen, dass die Implementierung des Curriculums »Kinder aus suchtbelasteten Familien« durch die Trainer und Trainerinnen der Fachstellen für Suchtprävention in Hessen 2010 gut gelungen ist und eine Sensibilisierung für das Thema in den einzelnen Regionen erfolgte. Der Auswertungsbericht kann hier heruntergeladen werden.
Die Erwachsenen Kinder aus alkoholkranken Familien in Al-Anon veranstalten ihr diesjähriges deutschsprachiges Ländertreffen vom 23.-25. September in Aachen unter dem Motto "Hand in Hand - Gemeinsam schaffen wir es!". Mehr Infos hier
NACOA Deutschland lädt am 28.2.2011 zu einem Vorbereitungstreffen für die dritte Strategiekonferenz zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien ein, die im Februar 2012 in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Landesstelle Berlin für Suchtfragen veranstaltet wird. Mehr Infos und Anmeldung zum Vorbereitungstreffen hier
Anläßlich der Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien veranstaltet NACOA Deutschland am 16.2.11 um 19:30 Uhr einen Info-Abend. Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die beruflich mit Kindern aus suchtbelasteten Familien zu tun haben.
Es referieren:
- Elvira Surrmann, Familientherapeutin
- Dr. Michael Elpers, Kinder- und Jugendpsychiater
Veranstaltungsort ist die Landesstelle Berlin für Suchtfragen, Gierkezeile 39, 10585 Berlin.
Zur zweiten bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien werden über 30 Veranstaltungen zum Thema Kinder aus Suchtfamilien angeboten, darunter Fachtage, Fortbildungen, Vortragsabende, Filmvorführungen, Theateraufführungen, Workshops und eine Kinderaktion im Zoo. Veranstaltungen finden u. a. statt in Hamburg, Düsseldorf, Berlin, Jena, Erfurt, Freiburg und Bielefeld. Das vollständige Programm der Aktionswoche ist hier abrufbar.
Die Landesstelle für Suchtfragen Baden-Württemberg veranstaltet am 22. und 23. März ein Seminar über Kinder aus suchtbelasteten Familien unter dem Titel: Schützen & stützen. Mehr Infos und Anmeldung hier
Das Haus Chancen-Nest in Kempten ist Projekt des Monats des Bundesgesundheitsministeriums. Mehr Infos gibt es hier
Das Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis veranstaltet am 15.2.2011 einen Fachtag zum Thema Förderung Kinder suchtkranker Eltern. Mehr Infos hier.
NACOA Deutschland erweitert sein Angebot an Informationsschriften um eine Broschüre für Mediziner/innen und Mitarbeiter/innen des Gesundheitswesens. Das 38seitige Heft stellt Interviewtechniken und praktische Interventionswerkzeuge vor, die für den Umgang mit suchtbelasteten Familien und deren Kindern hilfreich sind. Auszüge aus dem Inhalt:
- Dimensionen des Problems
- Kernkompetenzen
- Klinischer Algorithmus
- Patienten bei Verhaltensänderungen helfen (motivierende Gesprächsführung)
- Exkurs: Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD)
Die Broschüre "Hilfe für Kinder aus suchtbelasteten Familien - ein Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen" ist die bearbeitete deutsche Übersetzung des amerikanischen Leifadens "Helping Children and Adolescents in Families Affected by Substance Abuse - a Guide for Health Care Professionals", der von einer interdisziplinären Beratergruppe der National Association for Children of Alcoholics erarbeitet wurde. Ermöglicht wurde die deutsche Ausgabe durch eine Förderung der BARMER GEK. Das Heft kann gegen eine Schutzgebühr von 1 € pro Heft zuzüglich Versandkosten hier bestellt werden.
13. – 19.2.2011
Schirmherrin: Katrin Sass
Wenn Vater oder Mutter ständig betrunken ist oder Drogen nimmt, kann ein Kind nicht Kind sein. Von den gravierenden Auswirkungen elterlicher Suchterkrankungen sind in Deutschland ca. 2,6 Millionen Kinder betroffen. Sie sind die größte Sucht-Risikogruppe und tragen zahlreiche weitere Gesundheitsrisiken. Mit der richtigen Art von Unterstützung können sich Kinder suchtkranker Eltern dennoch oft gesund entwickeln.
Daher rufen die drei Vereine "Kunst gegen Sucht" (Düsseldorf), "NACOA Deutschland" (Berlin) und "Such(t)- und Wendepunkt" (Hamburg) vom 13.2. bis 19.2.2011 zur zweiten bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien auf. Jede/r, dem/der das Thema Kinder aus Suchtfamilien wichtig ist, ist eingeladen, sich mit Briefaktionen oder dem Verteilen von Informationsmaterialien an der Aktionswoche zu beteiligen.
Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien hat zum Ziel, die Aufmerksamkeit in Öffentlichkeit und Medien auf diese Kinder zu lenken und Informationen zu vermitteln, damit sie in Kindergärten, Schulen, Kinderarztpraxen oder Jugendfreizeiteinrichtungen bestmöglich unterstützt werden.
Ideen dazu werden auf der zentralen Website www.coa-aktionswoche.de vorgestellt. Alle Projekte und Initiativen, die Angebote für betroffene Kinder haben, sind eingeladen, während der Aktionswoche mit Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen und über Kinder aus Suchtfamilien zu informieren. Veranstaltungen und Aktionen können auf der Website gemeldet werden und erscheinen im Veranstaltungskalender.
Die Aktionswoche läuft parallel zur Children of Alcoholics Week in den USA und in Großbritannien. Sie steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Schauspielerin Katrin Sass. Die Aktionswoche wird unterstützt von der Barmer GEK und den VZ Netzwerken (studiVZ, meinVZ).
Kontakt: info@coa-aktionswoche.de
Trapez e.V. veranstaltet am 11.2.2011 einen Workshop zum Thema: "Professionelle Arbeit mit Kindern aus suchtbelasteten Familien - Was hat das mit meiner Biographie zu tun?". Das Angebot richtet sich an Fachkräfte aus den Bereichen Familienhilfe, Kindergarten und Schule.
Mehr Infos hier
Die Caritas Solingen startet mit der "Drachenfliegergruppe" ein neues Hilfeangebot für Kinder suchtkranker Eltern im Alter von acht bis zwölf. Mehr Infos hier
Bereits im zweiten Jahr beteiligt sich Deutschlands größte Weihnachtsmann-Vermittlung an der Aktion Weiße Weihnacht. Jede Familie, die über die Website des Studentenwerks Berlin einen Weihnachtmann oder Weihnachtsengel für die Bescherung der Kinder buchen möchte, findet auf der Website des Berliner Weihnachtsmannbüros einen Link und den Hinweis: Kein Alkohol während der Festtage, wenn man mit Kindern zusammen feiert.
Zum Saison-Auftakt hielten die Weihnnachtsmänner und Engel heute im Meistersaal am Potsdamer Platz ihre Vollversammlung ab und bereiteten sich mit einer Forum-Theater-Performance auf heikle Situationen vor. Wie reagieren, wenn ein Weihnachtsmann ein verschüchtertes Kind mit zwei betrunkenen Eltern vorfindet? Die Studenten zeigten sich in der improvisierten Übung der Lage gewachsen: Situation deeskalieren, volle Aufmerksamkeit auf das Kind, bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung Meldung an den Kindernotdienst. Oberweihnachtsmann und NACOA-Mitglied Stephan Antczack zeigte sich zufrieden mit der Kompetenz seiner Weihnachtsmänner und Engel.
Zur Aktion Weiße Weihnacht rufen unter anderem auf: der Bund für drogenfreie Erziehung, die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, die Guttempler, Juvente, der Kreuzbund und NACOA Deutschland.
Auf Weihnachten freuen sich Kinder das ganze Jahr, ist es doch ein Fest, an dem alle zusammen kommen. Für 2,65 Millionen Kinder in Deutschland bedeutet Weihnachten jedoch, drei Tage mit ihren alkohol- oder medikamentenabhängigen Eltern allein zu Hause verbringen zu müssen – sie fürchten sich vor Weihnachten. Denn sie wissen nicht, wie ihre Eltern „drauf“ sein werden, ob sie freundlich sind oder schimpfen, betrunken die Tage verschlafen oder ob gar Schläge drohen.
Für diese Kinder gibt es keine Fluchtmöglichkeit, denn die meisten Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sind in dieser Zeit geschlossen, die Freunde haben ihre eigenen Familienfeiern. Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, haben Verbände der Suchtselbsthilfe die Kampagne „Weiße Weihnacht“ gestartet. Sie bitten Erwachsene durch ihre Unterschrift auf einen selbstverpflichtenden „Vertrag“ für drei Tage – nämlich Heiligabend, Erster und Zweiter Weihnachtstag - ganz auf den Alkohol zu verzichten. Damit erhalten sie Gelegenheit, die Zeit mit ihren Kindern bewusst und intensiv zu verbringen. Und selbst, wenn sie Weihnachten nicht mit Kindern zusammen sind, ist der dreitägige Alkoholverzicht eine Solidaritätserklärung an die Kinder, die in suchtbelasteten Familien leben müssen.
Der Vertrag kann im Internet heruntergeladen, unterschrieben und an die Organisatoren gesendet werden, oder er kann dort sofort elektronisch erfasst werden: www.weisse-weihnacht.info. Auf der Internetseite werden auch Veranstaltungen angeboten, die Kindern, Jugendlichen oder ganzen Familien alkoholfreie Freizeitaktivitäten anbieten.
Durch Zuschüsse des Kreises Pinneberg und der Gemeinde Tornesch kann das vom finanziellen Aus bedrohte Projekt "Kleine Riesen" (siehe Meldung vom 25.3.2010 ) an den Standorten Tornesch-Uetersen und Quickborn vorerst erhalten bleiben. Zur Begründung betonten die Lokalpolitiker die Wichtigkeit dieses Angebots für Kinder suchkranker Eltern. Horst Lichte (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildungswesen: „Es wird viel Geld in Werbung für Alkohol gesteckt. Meiner Ansicht nach müssten die Folgen dafür aus entsprechenden Budgets mitgetragen werden. Ich finde es ärgerlich, dass diejenigen, die helfen, nun betteln gehen müssen.“
Mehr Infos hier
Kindern von suchtkranken Eltern Patinnen und Paten an die Seite zu stellen, die an einem Nachmittag in der Woche mit den Kindern gemeinsam etwas schönes unternehmen und ihnen ihre Zeit und Aufmerksamkeit schenken, das hat sich das Patenschaftsprojekt "Vergiss mich nicht" des Diakonischen Werkes Berlin Stadtmitte e.V. zur Aufgabe gemacht.
Das bislang einzige Patenprojekt für Kinder von Suchtkranken in ganz Deutschland befindet sich mit seiner Arbeit an der Schnittstelle zwischen Kinderschutz und Suchtprävention.
Durch die enge Anbindung der Paten und Eltern an das Projekt erfahren die Kinder nicht nur Schutz vor Kindeswohlgefährdung und Missbrauch. Gleichzeitig werden sie durch die Patenschaft in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt und erleben durch das Zusammensein mit Menschen, die nicht suchtkrank sind, eine andere Lebensweise. Dies stärkt sie für ein suchtfreies Leben.
Die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen veranstaltet am 13. Dezember 2010 einen Fachtag zum Thema Kinder in suchtbelasteten Familien. Infos hier
Unbeeindruckt von der Kritik aus professionellen Präventionskreisen, will Pernod Ricard die Kampagne „Mein Kind will keinen Alkohol“ mit einem Werbespot weiter ausbauen. Die 30-sekündige Werbung soll im Fernsehen und im Kino geschaltet werden. Gegen Ende des Jahres startet zusätzlich eine deutschlandweite Plakatkampagne auf Großflächen, berichtet die Werberpostille w&v.
Anfang April dieses Jahres hat der Alkohokonzern Pernod Ricard zusammen mit der "Stiftung für das behinderte Kind" die nationalen Mediakampagne "Mein Kind will keinen Alkohol!" ins Leben gerufen Die Aktion soll über die Gefahren von Alkohol in der Schwangerschaft und das "Fetale Alkohol Syndrom" aufklären.
Gabriele Bartsch, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), meinte zur Aktion: "Die Prävention sollten die Konzerne den Pädagogen überlassen. Wenn sie wollten, könnten sie wirksame Alkoholprävention leisten, indem sie Verantwortung im Kernbereich ihres Geschäftes übernehmen: Ihr Beitrag zur Reduzierung alkoholbedingter Schäden muss sich auf ihre Produkte beziehen. Produkt und Vermarktung dürfen nicht auf junge Menschen – die neuen Käuferschichten - abzielen, sonst sind alle Präventionsaktivitäten Makulatur."
Richtig ist, dass Pernod Ricard freiwillig Ramazotti-Flaschen mit Pictogrammen auszeichnet, die eine durchgestrichene Schwangere abbilden. Das dezente Symbol hat allerdings nicht einmal die Größe eines Ein-Cent-Stücks. Falsch ist, dass demnächst Schwangerschaftskleidung im Ramazotti-Store verkauft wird.
Vergleiche Nachricht vom 8.4.2010.
Eine im medizinischen Fachmagazin "The Lancet" erschienene Studie belegt, dass das soziale Umfeld von alkoholsüchtigen Menschen fünfmal stärker geschädigt wird, als das Umfeld von Menschen, die von illegalen Drogen abhängig sind. Mehr Infos hier.
Der Kinderschutzbund startet in Kirchheim ein neues Projekt "Hängebrücke" für Kinder aus Suchtfamilien. Mehr Infos hier
Das Deutsche Jugendinstitut konstatiert in einer Stellungnahme für den Bundestagsausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dass Kinder aus suchtbelasteten Familien - ebenso wie Kinder psychisch kranker oder behinderter Eltern - seitens der Kinder- und Jugendhilfe zu wenig Berücksichtigung finden. Gefordert wird u.a. eine bessere Vernetzung der Kinder- und Jugendhilfe mit Schule, Gesundheitssystem und Behindertenhilfe. Die Stellungnahme wird am 25.10. Teil einer öffentlichen Anhhörung des Ausschusses zum 13. Kinder und Jugendbericht sein und steht im Zusammenhang mit der Vorbereitung eines Bundeskinderschutzgesetzes. Download hier