Schwangerschaft und Sucht

Schwangere Frau hält mit der einen Hand ihren Bauch und mit der anderen ein Glas Rotwein

Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD) zählen zu den häufigsten angeborenen Behinderungen in Deutschland. Ursache ist mütterlicher Alkoholkonsum während der Schwangerschaft. Die Zahl der Neugeburten mit alkoholbedingten Schäden wird in Deutschland pro Jahr anhand internationaler Vergleichszahlen auf 12.650 geschätzt. Mit der schwersten Form, dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS), werden in Deutschland jährlich ca. 3000 Kinder geboren. [1]

Merkmale des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS) sind:

  • Kleinwüchsigkeit und Untergewicht
  • Auffälligkeiten im Gesicht
  • Störungen des zentralen Nervensystems

Auch Unterformen von FASD, die - anders als FAS - beim Kind keine äußerlich sichtbaren Auffälligkeiten hinterlassen, können sind in Bezug auf die Störungen des zentralen Nervensystems genauso schwerwiegend sein. Sie sind allerdings schwieriger zu diagnostizieren.
 

In der Schwangerschaft gilt: Kein Tropfen Alkohol!

Nach Einschätzung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) trinken 80 Prozent der werdenden Mütter in der Schwangerschaft mehr oder weniger Alkohol. 8,4 Prozent aller Frauen haben einen starken bis riskanten Alkoholkonsum.

Alkohol ist ein Zellteilungsgift, das über die Plazenta direkt in den Blutkreislauf des Kindes gelangt. Insbesondere die Entwicklung des Gehirns wird durch Alkohol schwer gestört. Die Hirnschäden sind nicht reparabel und beeinträchtigen das Kind für die gesamte Dauer seines Lebens.

Eine zulässige Alkoholmenge, die für das Kind risikolos ist, gibt es nicht. Auch geringe Trinkmengen können möglicherweise Schäden verursachen. Experten raten daher: In der Schwangerschaft kein Tropfen Alkohol! Gleiches gilt für Drogen und Tabak.

 

Poster der Kampagne Too young to drink von EUFAS
 

Hilfreiche Dokumente

Alkohol und Drogen in der Schwangerschaft  NACOA Infoblatt

Factsheet der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen

Broschüre "Lebenslang durch Alkohol" von FASD Deutschland e. V.

Fetale Alkoholspektrum-Störung - und dann? Ein Handbuch für Jugendliche und junge Erwachsene

Broschüre über sozialrechtliche Ansprüche von FASD-Betroffenen herausgegeben von der Bundesdrogenbeauftragten

Internationale Charta zur Prävention von FASD

 

Hilfreiche Websites

 

logo fasd fachzentrum.png

Informaionen für Betroffne, Diagnostik, Fortbildungen zum Thema FASD

logo_fasddeutschland.png

Interessenvertretung für Pflegeeltern von FASD-Kindern, allgemeine Informaitonen zu FASD 

 

logo iris.png

Hilfe für Schwangere beim Verzicht auf Alkohol und Tabak

 

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