Fotowanderausstellung "Gesicht zeigen!"
Informationen zur Ausstellung
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen zehn Erwachsene mit unterschiedlichen Lebenswegen und Persönlichkeiten. Sie alle teilen eine prägende Erfahrung: eine Kindheit im Schatten der elterlichen Sucht. Diese ist häufig von Vernachlässigung, Überforderung, Grenzverletzungen oder Gewalt geprägt. Dennoch haben die Porträtierten ihren eigenen Weg gefunden. Was hat ihnen dabei Kraft und Halt gegeben?
Auf 24 Roll-ups zeigt die Ausstellung ihre persönlichen Antworten: Tanz, Musik und Malerei, Religion und Spiritualität, biografische Arbeit, eine tragende Gemeinschaft, die Geborgenheit einer Ersatzfamilie sowie Selbstliebe und Selbstakzeptanz.
Der Fotograf Hauke Dressler besuchte die Porträtierten in ganz Deutschland und entwickelte gemeinsam mit ihnen individuelle Bildideen. Der Journalist Stephan Kosch führte die Gespräche und verfasste die begleitenden Texte. QR-Codes führen zu Interviews und weiteren Beiträgen über die Porträtierten. Das Gestaltungskonzept stammt von der Grafikerin Ann-Katrin Siedenburg.
Die zehn Menschen stehen stellvertretend für rund drei Millionen Kinder und Jugendliche, die in Deutschland mit einem suchtkranken Elternteil aufwachsen, sowie für etwa sechs Millionen Erwachsene aus suchtbelasteten Familien. Betroffene tragen ein deutlich erhöhtes Risiko, später selbst eine Suchterkrankung oder andere psychische und soziale Beeinträchtigungen zu entwickeln.
Die Ausstellung möchte betroffenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Mut machen und Wege aus dem Schatten der elterlichen Sucht aufzeigen. Abschließend informiert sie über Hilfsangebote und die Arbeit von NACOA Deutschland.
Ausleihe der Ausstellung
Die Ausstellung „Gesicht zeigen!“ in der Hansa-Bibliothek in Berlin kann als Wanderausstellung ausgeliehen werden. Die Wanderausstellung wird in vier großen Transportkisten geliefert. Sie eignet sich für Foyers, Bibliotheken und andere öffentlich zugängliche Räume und kann durch Veranstaltungen oder Gesprächsangebote ergänzt werden.
FĂĽr die Ausleihe fallen folgende Kosten an:
- Eine SchutzgebĂĽhr von 500 Euro pro Woche (bzw. 250 Euro pro Woche fĂĽr Mitglieder von NACOA Deutschland) sowie
- die anfallenden Transportkosten
Das Projekt wurde im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach § 20 SGB V durch die KKH Kaufmännische Krankenkasse gefördert. Für die Inhalte übernimmt die KKH keine Gewähr.